Geht ihr auch gerne zu Fuß durch Thalheim? Ich auf jeden Fall. Gerade die kleinen Wege im Gemeindegebiet mag ich besonders: Sie verbinden Siedlungen, laden zum Spazieren ein und machen Thalheim lebenswert, auch abseits des Zentrums.
Umso wichtiger ist es, dass diese Wege gut erhalten werden. Genau deshalb haben wir 2025 im Gemeinderat gefordert, den Zustand aller Wege im öffentlichen Besitz systematisch zu erheben. Außerdem wollten wir klären, ob und wie Grundstückseigentümer:innen unterstützt werden können, die für solche Wege verantwortlich sind. Die Antwort kam prompt und lapidar: „Wissen wir eh. Müssen wir nicht machen.“
Im Mai 2025 folgte dann die Ernüchterung: Bilder eines komplett zugewachsenen und teilweise sogar eingeackerten Weges an der Gemeindegrenze zu Steinhaus tauchten auf. Offenbar wusste man von diesem Weg eben doch nichts. Jetzt muss er saniert werden. Grundsätzlich gut so, die Kosten bleiben aber bei der Gemeinde hängen.
Genau das ließe sich vermeiden. Mit einer rechtzeitigen Erhebung erkennt man Sanierungsbedarf frühzeitig, spart langfristig Geld und sichert Lebensqualität. Egal, ob ein Weg als Alltagsverbindung oder als Spazierweg genutzt wird: Wer Wege erhalten will, braucht nicht nur Willen, sondern auch Planung.
Gleichzeitig gibt es eine Reihe von Wegen im Ortsgebiet, die zwar für die Öffentlichkeit von großem Interesse sind, sich aber in Privatbesitz befinden. Die Frage ist, ob Private immer den Weg so instand halten können, wie es nötig wäre. Hier wollen wir Grüne, dass den Besitzer:innen unter die Arme gegriffen wird, dass wir als Gemeinde uns mit ihnen an einen Tisch setzen und klären, wie ein ganzjährig nutzbarer Gehweg geschaffen und instand gesetzt werden kann. Entweder weiterhin im Privatbesitz oder vielleicht dann auch als öffentliches Gut. Aber jedenfalls für alle weiterhin nutzbar.

