Sie gehören mittlerweile zum Ortsbild: die grünen Bänke, die wir seit 2009 in Thalheim aufstellen. Die Idee dahinter ist einfach: Wir verwenden einen Teil unserer Sitzungsgelder aus dem Gemeinderat und kaufen damit Bänke für den öffentlichen Raum, frei zugänglich für alle. Viele davon stehen dort, wo sich Thalheimer:innen eine Sitzgelegenheit gewünscht haben.
Fast 18 Jahre später werden die Bänke nun plötzlich zum Politikum. Im Frühjahr hat uns die Stadt Wels aufgefordert, die Bank beim Calisthenics-Park am Fuße des Reinbergs zu entfernen. Einen nachvollziehbaren Grund dafür gab es nicht. Die Bank stand dort seit Jahren und wurde ursprünglich von Nutzer:innen platziert, weil es bei den Geräten keine Sitzgelegenheit gab.
Kurz darauf entdeckte auch ein selbst ernannter politischer „Rückkehrer“ aus Wien unsere Bänke für sich. Offenbar stört ihn vor allem, dass sie von uns Grünen kommen und grün sind. Und mittlerweile entdecken auch Vertreter:innen der Bürgermeisterpartei ihr Problem damit. Nach beinahe 18 Jahren, in denen unsere Bänke an verschiedensten Orten stehen, genutzt und von uns regelmäßig instand gehalten werden.
Dabei ist die Sache eigentlich einfach: Eine Bank ist ein Ort zum Ausrasten, Plaudern, Warten oder einfach für eine kurze Pause. Gerade wenn wir über Aufenthaltsqualität, Hitzeschutz und lebenswerte öffentliche Räume sprechen, sind Sitzgelegenheiten ein kleiner, aber konkreter Beitrag zu mehr Lebensqualität.
Wenn man ein Jahr vor einer Wahl plötzlich ein Problem mit Bänken entdeckt, die jahrelang niemanden gestört haben, ist das Manöver leicht zu durchschauen. Wir werden unsere Bänke jedenfalls nicht freiwillig entfernen. Entscheidend ist für uns, ob sie von den Menschen genutzt werden. Und das werden sie.
Und weil wir finden, dass Bänke eine gute Sache sind: Wo braucht es in Thalheim noch eine? Melde dich bei uns!

